#castor-TICKER Ahaus

Ticker zum Protest gegen die Atommüll-Lawine von Jülich nach Ahaus.

„Unter Hausarrest gestellt“

3. April 2026

Anwohner:innen des Forschungszentrums Jülich, Absender der Castorbehälter, beschweren sich nach dem ersten Transport über das Vorgehen der Polizei: sie seien weder vorab informiert worden, sie hätten „unter Hauarrest“ gestanden. Zudem sei eine Straße, mit dem 100-Tonnen-Tieflader befahren worden, die nur für 3,5 Tonnen zulässig sein.

Es handelt sich ja nicht um eine „absolute Ausnahmesituation“, sondern es sollen mindestens weitere 50-60 Transporte folgen.
Die Verlagerung des Atommülls von einem Zwischenlager ins andere ist absurd und gefährlich genug. Doch Polizei und Behörden sollten sich dabei wenigstens an geltendes Recht & Gesetze halten.

Anmelder:innen und Teilnehmer:innen der Mahnwachen in Ahaus und Jülich berichten von erheblichen Einschränkungen, die Demonstrationsfreiheit wahrzunehmen. Die Polizei hat Zugangswege zu den angemeldeten Aktionen versperrt und Kommunikation erschwert.

„Zunächst Osterpause“

30. März 2026

Der WDR berichtet, dass ihm „mehrere seriöse Quellen“ berichtet hätten, dass es während der Osterferien in NRW (30. März bis 11. April) keinen weiteren Castortransporte nach Ahaus geben wird. Die konkreten Termine halten Behörden und beteiligte Unternehmen weiterhin geheim. Der erste Behältertransport aus Jülich ist nach Auskunft der BGZ „nun nahezu abgeschlossen“.

Wann findet der nächste Castor-Transport nach Ahaus statt?

25. März 2026

Das ist aktuell unklar. „In den nächsten Monaten“ sollen auch die verbleibenden 151 Castor-Behälter von Jülich nach Ahaus gebracht werden, heißt es vom Zwischenlagernbetreiber BGZ. Wann genau der nächste Atommüll-Transport folgt, wurde noch nicht gesagt.

Beim ersten Transport waren rund 2400 Polizeikräfte im Einsatz, ein Großeinsatz. Für die weiteren 151 CASTOR-Behälter wird ein ähnlicher Aufwand betrieben werden müssen, es können maximal drei CASTOREN auf einmal bewegt werden, sodass mit weiteren mindestens 50 Transporten zu rechnen ist. Die Beförderungsgenehmigung dafür gilt bis Ende 2027.

Bezeichnenderweise fasst es die Polizei nach dem ersten Transport selbst zusammen: „Es ist für uns schwer nachvollziehbar, dass wir Atommüll von einem Zwischenlager in das nächste transportieren“, so der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei NRW Patrick Schlüter.

BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz bezeichnete den Transport als „überflüssig, teuer und hochgefährlich“. Der BBU fordert, dass der restliche Atommüll, der noch von Jülich nach Ahaus gebracht werden soll, in Jülich verbleiben soll. „Es gibt keinen vernünftigen Grund, der für die Verlagerung des Atommülls von Jülich nach Ahaus spricht. Ministerpräsident Wüst muss dafür Sorge tragen, dass in Ahaus kein weiterer Atommüll eingelagert wird.“

Fest steht, rollt der nächste Castor, wird es weitere Proteste gegen die brandgefährliche Atommüllverschieberei geben.

Foto: .ausgestrahlt

Erster Atommüll-Transport erreicht Ahaus

25. März 2026

Nach knapp vierstündiger Fahrt erreichte gegen 2.00 Uhr der erste Behälter von 152 aus Jülich sein nächstes Etappenziel auf dem Weg zum „Endlager“, das Zwischenlager Ahaus. Innerhalb der nächsten Monate müssen weitere 151 Castoren dorthin folgen. Der Transport wurde von Protesten begleitet. Mehr als 2.000 Polizisten sollen im Einsatz gewesen sein, ein 4km langer Konvoi aus Einsatzfahrzeugen begleitete den Tieflader. Ganze Autobahnabschnitte wurden gesperrt.

NRW-Innenminister Reul erklärte heute, er setze nun auf einen „Gewöhnungseffekt“, dass bei den nächsten Atommüllfahrten niemand mehr dagegen protestiere – und somit Aufwand und Kosten für die Polizei geringer ausfallen könnten. Doch die Mahnwachen von Atomkraftgegner*innen am Rande der Transportstrecke sind heutzutage nicht mehr die Rechtfertigung für die umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen. Es geht um mögliche Anschläge oder schwere Unfälle!

Wann die nächsten Behälter rollen sollen, ist unklar.

Wasserwerfer vor dem Zwischenlager

25. März 2026

Der Castortransport war gegen 1.20 Uhr bei Gescher – und kommt nun seinem Ziel Ahaus immer näher. Vor dem Zwischenlager hat die Polizei einen Wasserwerfer vorgefahren. Dort harren bei der Mahnwache ca. 40 Aktivist*innen aus und erwarten den Transport mit lautstarkem Protest.

1.00 Uhr bei Dorsten

25. März 2026

Gegen 1.00 Uhr befindet sich der Atommüll-Konvoi bei Dorsten auf der A31.

Konvoi auf der A31 Richtung Ahaus

25. März 2026

Gegen 0.30 Uhr befindet sich der 4km lange Konvoi auf der A2 kurz vor dem Dreieck Bottrop, dem Abzweig auf die A31 – und damit auf dem letzten, knapp 60km langen, Autobahnabschnitt bis zu seinem Ziel Ahaus.

Polizei-Begleithubschrauber über Kreuz Bottrop, Ausschnitt: flightradar.live

Tag X1 - 24./25.3.2026:

1 Castor-Behälter

24.3.2026
22.07 Uhr - Abfahrt in Jülich
22.45 Uhr - Kreuz Jüchen
23.15 Uhr - Neuss
23.20 Uhr - Kreuz Kaarst
23.30 Uhr - Konvoi in Höhe Kreuz Meerbusch auf der A57
25.3.2026
00.00 Uhr - Krefeld
00.10 Uhr - Konvoi fährt über Rheinbrücke bei Duisburg / A42
00.20 Uhr - Kreuz Oberhausen
00.30 Uhr - vor Kreuz Bottrop, Abzweig auf die A31
01.00 Uhr - bei Dorsten auf der A31
01.20 Uhr - Gescher
02.00 Uhr - über Heek nach Ahaus


Ermittlungsausschuss: 0151 - 51402319

Kontakte & Infos:

Jülich - stop.westcastor@posteo.de
https://www.westcastor.org
Signal-Liste / SMS-Info: 0176 52270865

Ahaus - mail@bi-ahaus.de
https://bi-ahaus.de/
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Münsterland:
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Überregional:
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