#castor-TICKER
Ticker zum Protest gegen die Atommüll-Lawine von Jülich nach Ahaus.
Gestern Abend als Punkt 10.1 auf der Tagesordnung der Ratssitzung beschlossen wurde der Antrag „Risiken im Umgang mit Atommüll minimieren – Keine Uran- und Castor-Transporte durch Münster“ als gemeinsamer Antrag der Fraktion GRÜNE, der SPD-Fraktion, der Fraktion Volt, der Die Linke Ratsfraktion Münster und der Ratsgruppe Die PARTEI/ÖDP-Gruppe.
Dieser wegweisende und weitreichende Beschluss richtet sich gegen weitere Urantransporte von und zur Urananreicherungsanlage Gronau, die regelmäßig Münsteraner Stadtgebiet passieren. Aber auch gegen neue Castor-Transporte von Jülich und Garching nach Ahaus. In der Resolution wird zudem die Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau, der Brennelementefabrik Lingen sowie des Forschungsreaktors Garching bei München gefordert, um die Produktion von neuem Atommüll zu vermeiden.
„Wir freuen uns sehr, dass der Münsteraner Stadtrat mit breiter Mehrheit Stellung gegen die gefährlichen Castor- und Urantransporte bezogen hat. Auch drei Jahre nach Abschaltung des letzten deutschen Atomkraftwerks gibt es im Münsterland und im benachbarten Emsland noch immer Atomfabriken, die beständig neuen Atommüll produzieren. Münster und das Münsterland sind durch regelmäßige Atomtransporte davon stark betroffen. Eine sichere Endlagermöglichkeit gibt es nicht. Deshalb ist auch die Ablehnung der Castor-Transporte ins Zwischenlager Ahaus nur konsequent“, so die Initiative Sofa Münster, auf deren Initiative der Antrag zurückgeht.
Münster verbannt also Atomtransporte vom Stadtgebiet – und zeigt damit, dass die ungelöste Atommüll-Problematik nicht nur eine Frage für die Städte mit einem Zwischenlager ist. Die ungeklärte Atommüll-Frage betrifft durch die Atommülltransporte ganz viele Städte. Auch andere Kommunen könnten sich nun ähnlich positionieren. Ohne eine Klärung der Endlagerfrage machen Atommülltransporte von A nach B keinen Sinn.
Die Stadtverwaltung Münster ist nun aufgefordert, den betroffenen Behörden und Unternehmen diesen Beschluss zu kommunizieren – und sendet damit ein klares und selten parteiübergreifendes, politisches Signal!
Dass die angekündigten Transporte von Jülich nach Ahaus davon betroffen sind, ist eher unwahrscheinlich. Die Autobahn 1 bei Münster zu nutzen, wäre ein deutlicher Umweg.
Im Rat der Stadt Münster fordern die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, SPD, Volt, Die Linke, der ÖDP sowie der Gruppe Die PARTEI den Transport von radioaktivem Material durch das Stadtgebiet künftig zu verbieten. Dabei geht es einerseits um Transporte von Uranhexafluorid im Zusammenhang mit der Urananreicherungsanlage in Gronau. Möglich ist aber auch, dass die angekündigten Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus oder vom Forschungsreaktor Garching in das Zwischenlager Ahaus über Münsteraner Stadtgebiet führen – die Antragsteller:innen nennen eine „mögliche Streckenführung über die Autobahn A1 im Westen Münsters“. Der Rat muss sich mit dem weitreichenden Antrag auf seiner nächsten Sitzung am 11. Februar beschäftigen.
Transporte in ein Zwischenlager stellen ein Risiko dar, Atommüll von einem ins andere Zwischenlager zu bringen ist keine dauerhafte Lösung – zumal die Genehmigung für das Zwischenlager Ahaus zeitlich befristet ist. Stattdessen soll radioaktiver Müll möglichst an den bisherigen Standorten verbleiben. – mehr zu dem Antrag hier
Die Mahnwache des Aktionsbündnisses Stop Westcastor findet am Samstag den 21. Februar von 14.00 bis 16.00 Uhr auf der Aachener Landstraße 25, 52428 Jülich (vor dem ehemaligen Restaurant Königshäuschen) statt. Geplant war die Aktion auf dem Rasthof „Ruraue Südseite“, dem hatte die Polizei aber widersprochen: Auf Autobahn-Rasthöfen seien Versammlungen verboten.
Samstag, 7. März, 11.30 Uhr: Große Demo in Ahaus ab Rathaus – wir ziehen wieder auf die Castor-Strecke in Ahaus!
Es wird Ernst: Seit Jahren ringen wir darum, dass die 152 Castoren mit dem hochradioaktiven Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich genau dort bleiben, bis ein geeignetes, für zehntausende Jahre sicheres Endlager gefunden wird. Dazu muss vor Ort in Jülich ein neues, möglichst sicheres Zwischenlager gebaut werden. Auch gegen die geplanten Castor-Transporte aus Garching und Berlin über die Autobahnen nach Ahaus wehren wir uns intensiv.
Aktuell klagt noch immer der BUND NRW vor dem OVG Berlin-Brandenburg gegen den Sofort-Vollzug der Transportgenehmigung und für das Verbandsklagerecht in Atomfragen. Doch vor wenigen Tagen teilte uns NRW-Innenminister Reul mit, die Polizei stünde schon „auf Abruf“ bereit und auch das bislang noch fehlende Strahlenschutzkonzept für die begleitenden Polizist:innen sei im Prinzip fertig.
Deshalb rufen wir für Samstag, 7. März, zu einer großen Demo in Ahaus auf! Die Auftakt-Kundgebung beginnt um 11.30 Uhr auf dem Rathausplatz vor dem Rathaus in der Innenstadt. Danach geht es zur Castor-Strecke, wo wir auf der zentralen Kreuzung Richtung Zwischenlager eine weitere Kundgebung machen.
Mit der Demo geht es uns nicht nur um die gefährlichen und unsinnigen Castor-Transporte nach Ahaus. Wenige Tage vor dem 15. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima demonstrieren wir auch mit Nachdruck für die sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau, der Brennelementefabrik Lingen und des Forschungsreaktors Garching – wir fordern die konsequente Vollendung des Atomausstiegs! Wir wenden uns zudem gegen die AKW-Neubaupläne in den benachbarten Niederlanden sowie in Polen, Tschechien, Ungarn und anderen Ländern.
Atomkraft löst nicht die Energieprobleme der Zukunft – wir fordern eine konsequente, bürgernahe und fossilfreie Energiewende!!
Es gibt am 7. März in Ahaus viele Themen, für die wir auf die Straße gehen – seid mit dabei!
Demoaufruf hier / alle Infos: bi-ahaus.de

Am Samstag, 31. Januar, findet ab 18.00 Uhr in Köln erneut das „Castorische Cafe“ statt, wo unter anderem zu den Castortransporten Jülich – Ahaus informiert wird:

Die drohenden Castortransporte von Jülich nach Ahaus und die Behälterlieferungen aus der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield mit Ziel Brokdorf werden zum Thema auf der „Atommüllkonferenz“, die am Samstag, 07. Februar 2026, in Göttingen stattfindet.
Bei der Atommüllkonferenz handelt es sich um ein Treffen der Anti-Atom-Bewegung, das dem gegenseitigen Austausch und der Planung gemeinsamen Vorgehens dient. Sie ist ein fachlich-politisches, parteiunabhängiges Forum für Betroffene und kritische Akteure von den Standorten, an denen sich Atommüll befindet oder die Lagerung vorgesehen ist. Ausdrücklich erwünscht ist die Teilnahme unabhängiger, kritischer Wissenschaftlerinnen und von Vertreterinnen von Verbänden und NGOs, die sich mit diesem Thema beschäftigen.
Die inhaltlichen Schwerpunkte der 28. Atommüllkonferenz bilden der aktuelle Stand beim Suchverfahren nach einem tiefengeologischen Lager für Atommüll, die Konsequenzen der Beschleunigung des Verfahrens, die Jahrestage von Fukushima und Tschernobyl, das Freimessen von radioaktiven Abfällen und – wie beschrieben – die drohenden Castortransporte.
Aus Protest gegen die angekündigte Atommüll-Lawine durch Nordrhein-Westfalen hat das Anti Atom Bündnis „STOP WESTCASTOR“ eine weitere Mahnwache angemeldet: Am Samstag, 7. Februar wird in Düren an der Ecke Kölnstrasse/Wirtelstrasse zwischen 11.00 und 13.00 Uhr auf die geplante Verschiebung von 152 hochgefährlichen Castorbehältern über die maroden Straßen in NRW von Jülich/Rheinland nach Ahaus/Westfalen aufmerksam gemacht.
Am Tag X1, dem Tag des ersten Castor-Transports, wird es jeweils um 18 Uhr in Jülich vor dem Forschungszentrum eine Kundgebung sowie in Ahaus ab Bahnhof eine Demo geben.
Die nächsten Aktionen:
Donnerstag, 19. Februar, 18.30 Uhr: Infoveranstaltung zu Castor und Urananreicherung, Domhotel, Kirchplatz 6, Gescher
Samstag, 21. Februar, 14.00 Uhr: Mahnwache an der Aachener Landstraße 25, 52428 Jülich - Infos hier
Samstag, 7. März, 11.30 Uhr: Große Demo in Ahaus ab Rathaus - wir ziehen wieder auf die Castor-Strecke in Ahaus! - Demoaufruf hier / alle Infos: bi-ahaus.de
Kontakte & Infos:
Jülich - stop.westcastor@posteo.de
https://www.westcastor.org
Signal-Liste / SMS-Info: 0176 52270865
Ahaus - mail@bi-ahaus.de
https://bi-ahaus.de/
Instagram / WhatsApp
Münsterland:
https://sofa-ms.de/
Mastodon / Bluesky
Überregional:
.ausgestrahlt
Die Transportfahrzeuge
Die Strecke durch Deutschland
Mögliche Castortransportstrecke Jülich - Ahaus (blau)
- vom Forschungszentrum Jülich über die B56 zur A44 Auffahrt Jülich West
- am Autobahnkreuz A44/A46 bei Jüchen auf die A46 Richtung Düsseldorf/ Neuss
- am Kreuz Neuss West auf die A57 Richtung Krefeld
- am Kreuz Kamp-Lintfort auf die A42 Richtung Oberhausen und über die Beeckerwerther Brücke über den Rhein (sofern diese für 130t befahrbar ist)
- alternativ: Kreuz Moers auf die A40 gehen
- die A42 führt zum Kreuz Oberhausen-West, dort geht es auf die A3
- im Kreuz Oberhausen auf die A2 und am Dreieck Bottrop dann auf die A31
- über die Abfahrt Ahaus Legden oder Ahaus Heek geht es dann zum Zwischenlager Ahaus
Mögliche Alternativ-Route Richtung Köln (rot):
- vom Forschungszentrum Jülich über die B56 Richtung Düren
- in Düren auf die A4 bis zum Kreuz Köln-West
- auf der A1 bis Dreieck Wuppertal-Nord, dann weiter über die A43 bis Kreuz Recklinghausen, dort auf die A2 Richtung Dreieck Bottrop
- alternativ auf der A1 über Leverkusen bis zum Kamener Kreuz, dort auf die A2 bis zum Dreieck Bottrop
- ab dort über die A31 Richtung Ahaus
Probecastor Ende 2023 (lila):
- auf der A57 ab Kreuz Meerbusch auf die A44
- Zwischenstopp in Düsseldorf-Stockum
- A52 bis Dreieck Breitscheid
- A3 bis Kreuz Kaiserberg, dort Abfahrt verpasst, LKW fährt rückwärts
- A40 und weiter A59 bis zur A42
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Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
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Stichwort: Castor